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Hochzeitsfotografie

Wie macht man die besten Fotos auf einer Hochzeit?

Hochzeitsfotografie - ein großes Thema für den schönsten Tag im Leben

Hochzeitsfotografie – ein großes Thema für den schönsten Tag im Leben

Die Hochzeit – der womöglich romantischste, schönste Tag im Leben des Brautpaares. Ein Tag an dem man sich richtig herausputzt, im Mittelpunkt steht und alle seine Liebsten um sich hat. Diese Erinnerungen möchte man natürlich festhalten, deshalb ist die Hochzeitsfotografie ein großes Thema. Egal ob das Ja Wort, der erste Kuss als Ehepaar, der Vater Tochter Tanz oder die wilde Party, alle diese ganz besonderen Momente sollen in tollen Fotos festgehalten werden.

Hochzeitfotos – wer kümmert sich darum?

Grundsätzlich gibt es zwei Varianten. Man kann einen professionellen Fotografen für Hochzeitsfotografie engagieren oder das ganze selbst in die Hand nehmen beziehungsweise die Fotos Freunden, der Familie oder diesem einen Bekannten, der immer die besten Fotos macht, überlassen.

Dabei gilt ganz klar, dass ein professioneller Fotograf zwar teurer aber auch entspannter ist und sicher auch qualitativ hochwertigere Ergebnisse liefern kann und unnötigen Stress vermeidet.

Aber auch die andere Variation kann eine gute Wahl sein, wenn alles gut überlegt und von vorne herein geplant ist. Heutzutage sehen schon Smartphone Fotos sehr gut aus, eine richtige Kamera und das nötige Know How sind jedoch unschlagbar und an diesem Tag auch unverzichtbar. Vielleicht findet sich ein Familienmitglied oder Freund mit einer guten Fotoausrüstung und Kenntnisse in Digitalfotografie, der das Fotografieren des schönsten Tages im Leben gern übernimmt. Es ist allerdings so einiges, was dieser dann an Know How mitbringen sollte.

Das Besondere an der Hochzeitsfotografie

Ein guter Hochzeitsfotograf begleitete das Brautpaar durch den ganzen Hochzeitstag.

Auf einer Hochzeit ist es in der Regel so, dass nach der Zeremonie, ob kirchlich oder standesamtlich, und vor der Feier ein spezielles Hochzeitsshooting des Brautpaares stattfindet. Dafür wird im Vorhinein meist bereits eine Location ausgesucht und eventuell gebucht.

Oftmals, gerade bei Sommerhochzeiten oder auch im Winter in schneebedeckter Landschaft findet dieses Shooting auch in der Natur statt. Dabei sind dann natürlich die gegeben Wetterbedingungen zu beachten, sowie die wandelbaren Lichtbedingungen.

Es können auch Accessoires benutzt werden oder spezielle Fotoobjekte. Das Paar steht als frisch verheiratet ganz allein im Mittelpunkt und soll Freude an denn Shooting haben.

Neben diesem speziellen Shooting, ist die Aufgabe des Hochzeitsfotografen aber noch sehr viel weitgehender. Der Fotograf begleitet die gesamte Hochzeit und hält die besonderen Augenblicke fotografisch fest. Dabei stehen nach wie vor die Eheleute im Fokus.

Aber auch die Räumlichkeiten, die Gäste und das Essen sollen festgehalten werden und Beachtung durch den Fotografen bekommen. Es ist wichtig keine Events oder Ereignisse zu verpassen und trotz des Trubels den richtigen Blickwinkel zu erhalten, das unter teilweise schlechten Lichtbedingungen oder schwierigen Motiven zum Beispiel von Bewegung. Eventuell muss auch ein Feuerwerk oder etwas Ähnliches auf der Hochzeit fotografiert werden. Deshalb sollte man es nicht dem Zufall überlassen, einen guten Hochzeitsfotografen zu finden, sondern sich rechtzeitig umschauen, Informationen und Angebote einholen.

Was muss man bedenken?

Zur Hochzeitsfotografie zählt nicht bloß das eigentliche Fotografieren, sondern auch einiges an Organisation, Vor – und Nachbereitung, sowie Verständnis und ein ganzes Stück Empathie und Kreativität.

Man muss sich im Hintergrund halten und möglichst still und unbemerkt arbeiten, das Brautpaar und die Stimmung nicht stören. Trotzdem muss man im Geschehen sein, um alles festzuhalten.

Zur Vorbereitung muss einiges geplant werden, nur als ein Beispiel die Möglichkeit verschiedenen Lichtverhältnisse ausgleichen zu können oder besondere Accessoires.

Aktuell im Trend sind die Fotoboxen. In diesen Boxen kann sich jeder Gast fotografieren lassen. Das bringt am Ende des Tages viel Spaß und tolle Fotos.

Auch sollte unbedingt ein Gespräch im Vorfeld stattfinden, in dem die Erwartungen des Brautpaars aufgenommen werden. Ein Portfolio an vorhandenen Hochzeitsfotos aus anderen Shootings zur Inspiration erleichtert hier die Arbeit.

Zur Nachbereitung zählt das Nachbearbeiten der Fotos und das Auswählen der besten Bilder des Tages, da kommt eine ganze Menge zusammen. Und natürlich müssen die Fotos auch nach dem Geschmack des Ehepaares sein und am Ende gefallen.

Die richtige Ausrüstung zur Hochzeitsfotografie

Die Ausrüstung variiert je nach Lokation und der Anzahl der zu fotografierenden Personen. Grundlage ist eine gute Kamera mit dem richtigen Zubehör.

Die richtige Kamera mit verschiedenen Objektiven und einem Speicherbackup

Ideal ist eine Spiegelreflexkamera, die mit verschiedenen Objektiven bestückt werden kann. Und eins sollte die Kamera noch mitbringen, zwei Schächte für zwei Speicherkarten. Geht eine Karte kaputt, existiert noch ein Backup. Denn gerade die Hochzeitsfotos sind einmalig und unwiederbringlich.

Reserve-Speicherkarten sind ein Muss im Gepäck des Fotografens.

Die Hochzeitsfotografie sollte im RAW Format erfolgen, so dass der größtmögliche Bearbeitungsspielraum im Nachhinein gegeben ist.

Grundlegende Tipps für die Hochzeitsfotografie
  • DSLR Kamera bzw. Kamera, die eine manuelle Einstellung mitbringt, verwenden
  • Zwei Schächte für Speichermedien als Backup
  • Ausreichende Anzahl von Speicherkarten
  • Lichtstarke Objektive
  • Fotografie im RAW Modus

Die Fotoausrüstung in der Kirche

Die Trauung in der Kirche

In den Kirchen herrschen oft schlechte Lichtverhältnisse. Hier braucht es entweder eine Kamera, die mit extrem hoher ISO Zahl fotografieren kann und oder ein sehr lichtstarkes Objektiv.

Hinter dem Brautpaar befinden sich oft lichtdurchflutete Kirchenfenster, die den Fotografen besonders herausfordern, die richtige Belichtung der Personen zu bestimmen. Ein Belichtungsmesser als zusätzliches Fotozubehör wird hier gute Dienste leisten. Da Kompaktkameras oft keine manuelle Belichtung zulassen, ist hier der Einsatz einer Spiegelreflexkamera angeraten.

Der Belichtungsmesser hat noch einen weiteren Vorteil. Viele Brautkleider sind heute in Weiß mit Spitzen, Stickereien oder Pailletten. Damit hier keine Details verloren gehen, braucht es die korrekte Belichtung des weißen Stoffes, der zum überstrahlen neigt. Ein Belichtungsmesser ermittelt hier die korrekten Werte.

Foto-Tipps für die kirchliche Trauung
  • Lichtstarkes Objektiv
  • Hohe ISO
  • Belichtungsmesser

Die Kirche als Location

Die Kirche wird zur Trauung besonders schön hergerichtet sein. Somit sollte der Fotograf den Innenraum schon vor der Trauung in seiner Gesamtheit einmal für die Ewigkeit festhalten. Hier kommt in der Regel ein Weitwinkelobjektiv zum Einsatz. Die Kamera ist für solche Aufnahmen auf einem Stativ am besten aufgehoben. Auch Belichtungsreihen bieten sich an, um später helle und dunkle Bereiche in der Nacharbeit zusammenzuführen und das optimale Belichtungsergebnis zu erzielen.

Foto-Tipps für die Kirche
  • Weitwinkelobjektiv
  • Stativ
  • Belichtungsreihe

Der Ringtausch

Zum Ringtausch ist der Fotograf wieder gefragt. Dieser geht recht schnell. Die Hände bewegen sich, was bei schlechten Lichtverhältnissen ohne die richtige Ausrüstung zu Verwackelungen führen kann.

Mit einer kurzen Belichtungszeit und einer Blendenautomatik sollte hier mit der Serienbildfunktion fotografiert werden. Damit kann nichts schief gehen und der Ringtausch wird sicher im Kasten sein.

Foto-Tipps für den Tausch der Ringe
  • Kurze Belichtungszeit
  • Blendenautomatik
  • Serienbildfunktion

Das Brautpaar

Das Fotoshooting mit dem Brautpaar ist sehr individuell. Die Location und die Posen bestimmen die Ausrüstung. Doch egal, wo das Shooting stattfindet, jedes Brautpaar möchte gern die schönen Fotos mit einem weichen unscharfen Hintergrund. Dazu bedarf es den manuellen Modus der Kamera und die offene Blende beim einem sehr lichtstarken Objektiv. Um das Licht weicher zu bekommen, setzt der Hochzeitsfotograf einen Faltreflektor ein. Diese gibt es in verschiedenen Tönen, wie Weiß, Schwarz, Gold oder Silber.

Foto-Tipps für das Brautpaar
  • Lichtstarkes Objektiv mit schönem Bokeh
  • Offene Blende
  • Einsatz eines Faltreflektors

Die Hochzeitsgäste

Fotos der Gäste für ein Erinnerungsbuch sind eine tolle Idee. Der Hochzeitsfotograf sollte bestrebt sein, von jedem Hochzeitsgast ein Foto zu erhalten. Natürlich nur mit der Einwilligung der Gäste. Wenn jemand nicht fotografiert werden möchte, muss das respektiert werden. Und nicht nur das, laut der aktuell geltenden DSGVO wäre es sogar rechtlich kritisch, es doch zu tun.

Sind alle Gäste in guter Stimmung, fallen auch die Barrieren, sich ablichten zu lassen. Der Fotograf wird nun diese Stimmung einfangen und aufs Foto bringen. Eine Fotobox erleichtert den Fotografen hier die Arbeit. Viele der Hochzeitsgäste kümmern sich in dieser selbst um nette und unvergessliche Fotos von ihnen für das Brautpaar.

Aber auch ohne Fotobox sind tolle Fotos möglich. Dafür kann man verschiedene Accessoires benutzen oder sogar selbst machen. Als Beispiel ist ein großer Bilderrahmen ein tolles Fotogadget. Diesen kann man selbst noch mit den Namen der Eheleute verzieren, mit Perlenklebern oder passend zum Hochzeitsmotto etwa mit farbig passendem Glitzer. Auch Fun Fotos sind eine lustige Idee, bunte Hüte, Federn, Pappfiguren oder andere Schmuckstücke können gut wirken.

Foto-Tipps für die Hochzeitsgäste
  • Einsatz einer Fotobox
  • Verschiedene Accessoires mitbringen

 

 

Das Gruppenfoto

Das Gruppenfoto ist fotografisch noch ein weiterer Höhepunkt auf einer Hochzeit. Der richtige Standort muss gefunden werden. Mit Sicherheit ist dieser nicht die weiße Wand eines Innenraumes. Hier muss der Fotograf kreativ sein. Gibt es im Außenbereich der Location schöne Hintergründe mit guten Lichtverhältnissen, gibt es eine Treppe, die genutzt werden kann, kann man eventuell sogar von oben aus der Vogelperspektive zusätzliche Fotos machen? All die Frage stellt sich der Hochzeitsfotograf und fällt dann die Entscheidung für den Ort für das beste Gruppenfoto.

Die Gäste müssen für die richtige einzunehmende Position angeleitet werden. Stativ und Weitwinkelobjektiv kommen hier wieder zum Einsatz. Da es dauert, bis ein Foto entstanden ist, bei dem nicht wenigstens einer der Personen die Augen zu hat, braucht es hier Geduld und jede Menge Versuche.

Foto-Tipps für das Gruppenfoto
  • Den richtigen Ort und Hintergrund finden
  • Treppen nutzen
  • Ungewöhnliche Perspektiven suchen
  • Empathisches Anleiten der Gäste

Der Brautstrauß wird geworfen

Dieser Moment ist ebenfalls eine Herausforderung in der Hochzeitsfotografie. Er geht sehr schnell und ist auch nicht wiederholbar. Die Braut wird hier am besten von vorn fotografiert.

Der Fotograf muss mit der Kamera den Wurf des Straußes verfolgen. Hier empfiehlt sich die Serienbildfunktion. Sie wird diese Zeremonie am besten dokumentieren.

Foto-Tipps für den Wurf des Brautstraußes
  • Serienbildfunktion nutzen
  • Mitziehen der Kamera

Der Hochzeitstanz

Hier darf Dynamik ins Bild gebracht werden. Lange Belichtungszeiten sind erlaubt, um schöne Wischeffekte zu erzielen. Oder aber man arbeitet mit einem weichen Blitz nach oben an die Decke. Verschiedene Varianten bieten sich hier an.

Foto-Tipps für den Hochzeitstanz
  • Verschiedene Variationen nutzen
  • Wischeffekte durch lange Belichtungszeiten
  • Weiches Blitzen

Die Details

Was wären das Hochzeitsalbum ohne Detailfotos. Dazu gehört der Brautstrauß, die Ringe, die Hochzeitstorte, der gedeckte Tisch und vieles mehr. Vielleicht steht die Hochzeit auch unter einem Motto, welches als wiederkehrendes Motiv sich durch den Tag zieht.

All diese Sachen sollen festgehalten werden Und das nicht nur im dokumentarischen Stil, sondern im Stil der Märchenhochzeit. Hier kommt das Spiel mit der Tiefenschärfe zum Einsatz.

Auch die eine oder andere Makroaufnahme kann hier entstehen. Ein gutes Makroobjektiv darf also auch im Fotokoffer eines Hochzeitsfotografen nicht fehlen.

Foto-Tipps für die Detailaufnahmen
  • Das Spiel mit der Tiefenschärfe nutzen
  • Makroobjektiv

Fazit für gelungene Hochzeitsbilder

Man sollte vorher über den Ablauf der Hochzeit Bescheid wissen und spezielle Zeiten für besondere Fotowünsche einplanen.

Und besonders wichtig: auf die Wünsche des Hochzeitpaares achten und respektieren, Ratschläge geben ist aber natürlich erlaubt.

Am Ende steht fest, dass die besonderen Augenblicke dieses besonderen Anlasses qualitativ hochwertig festgehalten werden sollen. Am besten ist es viel Kommunikation zwischen Brautpaar und Fotograf zu haben, um Missverständnisse zu vermeiden und wunderbare Fotoergebnisse zu erhalten.


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